Die Horney History

„Fahre nie mit einem solchen Ding…für grundsolide Surfboards bist du hinterher verdorben.“(SURF Magazin).
Der nachfolgende Text besteht aus Auszügen aus SURF und anderen Berichten über Horney: 1984 beschloss der gelernte Goldschmied Dieter Jocham (Jahrgang 1959) statt Preziosen aus Gold und Diamanten nur noch Kostbarkeiten aus Styropor, Gewebelagen und Harzen zu bauen. Der begeisterte Surfer machte sein Hobby zum Beruf und gründete mit zwei Freunden die Horney Windsurfing GmbH.  Wer das „e“ in Horney weglässt, weiß, was eigentlich gemeint war.

Die Perfektion eines Goldschmieds im Umgang mit Edelmetallen übertrug der  Firmengründer auf den Umgang mit Kunststoffverbindungen. Horney sorgte für Furore in der Surfszene. Die mit aufwändigen Airbrush Designs galeriereif bemalten Unikate wurden zum Synonym für innovative Shapes und hochwertige Verarbeitung.

Horney expandierte munter weiter, während die gesponsorten Regattafahrer bei Windsurfcups abräumten oder Teamrider Kussi in Tarifa schon mal der späteren Surflegende Robby Naish einen übermasthohen Backloop vor den Bug setzte.

Eines hatte Dieter Jocham schon immer gestört: Die Surfbretter waren viel zu schwer. In Zusammenarbeit mit seinem damaligen Miteigentümer, dem Kunststoffingenieur Werner Hartmann, versuchte er sich ab 1988 an der Sandwich Bauweise. Nach jahrelangen Testreihen und Experimenten mit Honeycomb entwickelte Horney eine Technologie, die das Boardgewicht in der Spitzenausführung auf spektakuläre fünf Kilogramm senkte. Das war 1994.

Die Bruchfestigkeit dieser Leichgewichte war deutlich höher als bei den Serienboards.

In Horney Boards sorgen u.a. Goretex Ventile für den Druckausgleich 

Dass die Innovation einmal nicht aus Hawaii, sondern aus dem Allgäu kam, das mochte so mancher nicht glauben. Auch das SURF Magazin war längst auf die Windsurfschmiede in Memmingen aufmerksam geworden. In SURF Tests lagen Horney Boards stets im Spitzenfeld. Shapes und Verarbeitung hielten die Serienboards auf Abstand und bescherten dem Namen Horney international einen legendären Ruf. Das 2. und  5. Bild oben von links sind Aufnahmen des amerikanischen Importeurs.

In den goldenen Jahren des Windsurfens beschäftigte Horney sechs Mitarbeiter, die im Jahr mehrere hundert Boards produzierten. Nach dem Ende des Surfbooms gaben viele Custom Werkstätten den Boardbau auf. Auch Horney Windsurfing wurde zu dem was es heute ist, einer Ein-Mann-Manufaktur mit einem festen Kundenstamm aus überzeugten Horney Ridern.

Dieter Jocham testet seine Prototypen am Gardasee, in Klitmöller, Marokko und Kapstadt.  Alle Prototypen durchlaufen harte Fahr- und Belastungstests. Das Kundenfeedback von Amateuren und Profis ist die Basis für die stetige Weiterentwicklung im Boardbau. (Textquelle: SURF Bericht über Horney)

Dereinst schrieb die SURF…